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[ CO2 aus Gärung ]

 

CO2 aus Hefegärung

Grundlagen

Hefe (in Österreich Germ genannt) kennt jeder aus der Küche. Das im Zuge der Stoffwechseltätigkeit produzierte Kohlendioxid (CO2) lässt den Teig 'aufgehen'. In der Getränkeherstellung ist sowohl der bei der Gärung produzierte Alkohol als auch (bei Bier, aber auch im Sturm) die Kohlensäure gefragt.

Saccharomycetales

Abb.1: Endomycetidae, Saccharomycetales
A: Saccharomyces cerevisiae (Bierhefe): vegetative Vermehrung durch Sprossung
B: S.cerevisiae: sexuelle Vermehrung: Ascus mit Sporenbildung
Nach: Strasburger, Lehrbuch der Botanik, 32.Aufl., S. 651


Die Hefe ist ein Pilz

Hefe im Scanning-Laser-MikroskopPilze sind keine Pflanzen, sondern bilden ein eigenes Reich. >>>mehr

In die Klasse der Ascomycetes (Schlauchpilze) gehören neben den Hefen auch die Schimmelpilze und manche Speisepilze wie die Morcheln und Lorcheln und auch die Trüffel.

Die Hefen gehören zu den ursprünglichsten Schlauchpilzen. Die kugeligen oder ovalen, einkernigen Zellen vermehren sich meist durch Zellsproßung und bleiben z.T. in Zellketten verbunden.


Die Gärung

Wenn Hefe zwar Nahrung in form von Zucker, aber keinen Sauerstoff vorfindet, kann sie trotzdem Stoffwechsel betreiben. Dies nennt man Gärung.

Schematische Darstellung der Biochemie der Gärung

Abb.2: Schematische Darstellung der Vergärung von Glucose.
Aus: Die Mikrobiologie des Weins

Es werden also ohne Sauerstoffverbrauch je Glucosemolekül 2 ATP (Energieträger des Zellen) gebildet; als Abfallprodukte entstehen 2 Moleküle CO2 und 2 Moleküle Ethanol (das ebenfalls weiterverarbeitet werden kann, sobald der Zucker aufgebraucht ist).

Hefe im Lichtmikroskop

Hefe im Elektronenmikroskop


 

Disclaimer: Die hier gezeigten Methoden beruhen auf eigenen Erfahrungen, die nur mit den genannten Produkten und Hilfsmitteln gewonnen wurden. Es ist möglich, dass mit anderen Produkten und durch andere Personen unter anderen Bedingungen andere - schlechtere, vergleichbare oder bessere - Ergebnisse erzielt werden können.
 
Die dargestellten Methoden sollen nicht von der Verwendung kommerziell erhältlicher Produkte gleicher oder ähnlicher Wirkweise und/oder Zusammensetzung abhalten und stellen deren Qualität oder Sinnhaftigkeit in keiner Weise in Frage.

 

© 2001 Dr. Peter Gründler

Letzte Änderung: 3. Januar 2002